Entschuldigungen killen Deine Ausstrahlung!

Hallo und Servus aus München!

Nein, ich habe nichts gegen Entschuldigungen!
Ich empfehle nur, Dir sehr gut zu überlegen, WOFÜR Du Dich entschuldigst!

Es gibt nämlich Menschen, die sich bereits entschuldigen, wenn sie etwas sagen möchten.
Die bereits um Verzeihung bitten, wenn sie einen Beitrag zu einem Gespräch leisten möchten.
Die sich Vergebung wünschen, wenn sie sich trauen, ihre Meinung zu sagen.

Ein paar Beispiele gefällig?

In einem ansonsten vollkommen normal verlaufenden Gespräch sagt jemand

„Sorry, dass ich das so offen anspreche, aber ich muss in dem Zusammenhang was loswerden…“

oder

Entschuldigung, ich möchte gerne etwas dazu sagen …

oder

Verzeihung! Wenn ich dazu bitte etwas sagen dürfte …

Lass uns das ein wenig näher betrachten:

Wer so kommuniziert – sich also für seine Wortmeldung entschuldigt, bevor diese überhaupt erfolgt ist – stellt sich im Status automatisch und ohne jede erkennbare Not unter alle anderen Anwesenden.
Wer sich bereits für seine Wortmeldung entschuldigt, ordnet sich freiwillig unter!

Mit anderen Worten:

Wer sich für eine Wortmeldung entschuldigt, offenbart, dass er nicht vorbehaltlos zu sich und dem steht, was er sagen möchte.

Authentizität sieht anders aus!

Charisma sieht anders aus!

Was ich übrigens an dieser Stelle ab und zu von denjenigen höre, die so etwas machen (oder dies gar von anderen erwarten!):

„Es ist doch nur höflich, eine eigene Wortmeldung oder einen eigenen Beitrag so anzukündigen.“

Das verstehe ich sehr gut … wenn Dein Gesprächspartner der König von England oder (sofern Du Respekt vor ihm hast) der Papst ist!

Ansonsten repräsentiert diese Entschuldigung eine Gesprächskultur aus dem Beginn und der Mitte des letzten Jahrhunderts!

Damals war es unter dem Deckmantel der Höflichkeit in durchgehend hierarchisch geprägten gesellschaftlichen oder unternehmerischen Kulturen üblich, auf diese Weise Konversation zu betreiben.
Und um jeden Preis die herrschenden gesellschaftlichen Konventionen aufrecht zu halten.

Wir schreiben in der Zwischenzeit das Jahr 2023!
Und ich möchte Dich ermutigen, solche überholten Gesprächskonventionen zu hinterfragen.
Zumindest wenn Du als eigenständige, freie und authentische Persönlichkeit wahrgenommen werden möchtest.

Um es auf den Punkt zu bringen:
Lass jede Form von Entschuldigung am Beginn einer Wortmeldung weg!

In diesem charismatischen Sinn für heute die herzlichsten Grüße aus dem emotional intelligenten Hauptquartier in München,

Dein
Markus

PS:
In die gleiche Kerbe haue ich übrigens auch, wenn ich mich seit Beginn meines Berufslebens beharrlich weigere, Emails und Briefe (egal an wen) mit den Worten „Sehr geehrte …“ oder „Sehr geehrter …“ zu beginnen.
Dann kann ich diese nämlich auch gleich mit einem altertümlichen „Hochachtungsvoll, Ihr Markus Hornung“ beenden … und das entspricht mir nicht wirklich!😉

 

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