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Vorbild-Angst der Führenden?

Was ist das?

Wir fanden diesen Ausdruck ziemlich treffend, als wir ihn neulich hörten. Einer unserer Kunden benutzte ihn, um zu erklären, warum das für alle so offensichtlich wichtige Thema Empfehlungsmarketing in der Prioritätenliste der Vertriebs-Führungskräfte mal wieder ganz nach hinten gerutscht ist.

Empfehlungsmarketing ist zweifellos ein unverzichtbares Instrument, um in hart umkämpften Märkten neue Kunden zu gewinnen. In den Köpfen ist diese Erkenntnis längst angekommen. Und die Bäuche der meisten Vertriebsführungskräfte sagen NEIN, wenn es darum geht, das Thema ernsthaft und konsequent mit ihren Mitarbeitern anzugehen und voranzutreiben. Das würde an dieser Stelle nämlich bedeuten, dass eben diese Führungskräfte es vormachen müssten. Oder zumindest dabei mitmachen.

Die These unseres Kunden lautet „Genau vor dieser Vorbild-Erwartung haben die Vertriebs-Führungskräfte Angst!“ und wir finden: An dieser These ist was dran.

Vielleicht würden wir nicht immer gleich von Angst sprechen, aber Vermeidungstendenzen oder mindestens Zurückhaltung von Führenden im „Vormachen“ können wir bestätigen.

Uns begegnet diese Zurückhaltung auf allen Führungsebenen. Je weiter wir nach oben kommen, umso mehr verengt sie den Handlungsspielraum: Angst, am Vorgesetztenfeedback teilzunehmen. Angst, ein Führungsseminar zu besuchen und im Rollenspiel zu zeigen, dass auch Unternehmensleiter nicht überall die Besten sind. Angst, Kommunikation gegenüber Mitarbeitern genauso gut vorzubereiten und bewusst zu gestalten wie gegenüber Kunden – schließlich muss man das doch als Geschäftsführer oder Vorstand aus dem Ärmel schütteln, oder nicht?

Was kostet sie, diese Angst? Sie verhindert Innovation, Umsetzung, Weiterentwicklung und am langen Ende Ertrag und Erfolg. Das wird an obigen Beispielen schnell klar.

Wie kann man nun dieser Angst begegnen?

Dazu muss zunächst eine andere Frage beantwortet werden: Woher kommt sie?

Bei der Suche nach einer Antwort landen wir – wen wundert´s? – bei Werten und Haltungen, also auf einer kulturellen Ebene:

Wenn dies die kulturellen Hintergründe der Vorbild-Angst sind, was ist dann zu tun?

Wir arbeiten seit 17 Jahren mit Führungskräften aller Ebenen und erleben deren Vorbild-Angst durchaus sehr unterschiedlich ausgeprägt. Und wenn wir die entsprechenden Kulturen beobachten und miteinander vergleichen, dann stellt sich heraus, dass „Vorbild sein“ besonders gut gelingt und auch gelebt wird, wenn …

Wie gehen Sie mit der Vorbild-Angst Ihrer Führenden um?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns, wir freuen uns über weitere Geschichten dazu!

Herzliche Grüße aus dem emotional intelligenten Hauptquartier,

Sabine Grüner

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