- Ein Blogbeitrag vom
Mit über 11.000 Teilnehmenden, mehr als 340 Ausstellenden aus 20 Ländern und Besuchenden aus 34 Nationen wurde die LEARNTEC-Messe Karlsruhe erneut zur internationalen Bühne für digitale Bildung. Ich war eine von den 11.000. Und ich war gespannt, wie stark und in welchen Varianten die KI sich in der Welt der digitalen Bildung etabliert hat.
Wir besitzen mit EQ Sales AI selbst eine KI-Plattform für emotional intelligenten Vertrieb – das war auch der Grund, warum ich besonders genau hingeschaut habe. Doch dazu mehr am Ende. Zuerst möchte ich teilen, was ich dort gesehen habe:
Bunte Stände, große Versprechen, glatte Vorträge, noch glattere Demos, insbesondere viele Anbieter von Learning Management Systemen (LMS), digitalen Plattformen, auf denen Unternehmen ihre Schulungen, Trainings und Weiterbildungen organisieren, inzwischen ergänzt um KI-Features und KI-Tools. Die Qualität dieser „Lern-Orte“ entscheidet, ob Teams wirklich besser werden oder nur Klickstrecken abarbeiten. Ich wollte wissen: Wer meint es ernst? Wer baut Lernwelten, die wirklich etwas bewirken und wer verkauft nur hübsch verpackte Luft? Licht und Schatten lagen hier dicht nebeneinander.
Das Licht zuerst: Was KI tatsächlich besser macht
Die KI hat drei Dinge in das digitale Lernen gebracht, die vorher kaum möglich waren:
- Direktes, schnelles und schamfreies Coaching. Statt zwei Wochen auf den nächsten Trainingstermin zu warten, bekommst Du Feedback genau in dem Moment, in dem Du es brauchst. Training wird so zur Mikro-Schleife im Alltag, völlig schamfrei, im diskreten Rahmen, nur die KI und der Coachee. Wer einmal erlebt hat, wie viel ein Coaching im richtigen Moment auslöst, weiß, wie groß dieser Sprung ist.
- KI entlastet. Die Kapazitäten der Vertriebscoaches und Führenden werden durch eine emotional intelligente und gut durchdachte Integration von KI-Coaches merklich entlastet. Skalierbare Wirksamkeit!
- Unaufdringliche Gamifizierung mit echtem Transfernutzen. Spielerische Elemente, die nicht aufgesetzt wirken, sondern Lust machen, das eigene Tun zu reflektieren und sich gleich wieder anwenden lassen. Genau dort, wo Wissen sonst versickert, entsteht so eine unmittelbare Wirkung. Besonders, wenn Lernen Spaß macht.
Wenn KI in diesem Sinne eingesetzt wird, ist sie ein Geschenk in der digitalen Bildung. Wenn nicht, und genau das war auf der LEARNTEC leider auch im großen Maße zu sehen, wird sie manchmal zum Problem.
Das didaktische 1×1 und das große Autorenteam-Märchen
Eine der heikelsten Beobachtungen der Messe: Wenn Du mit Anbietern sprichst, hörst Du den Begriff „Autorenteam“ gefühlt alle drei Sätze. Klingt seriös, oder? Bilder von Didaktikern, Fachexperten, Texterinnen, die gemeinsam an einem Lernpfad und didaktisch aufbereitetem Content feilen.
Die Realität sieht oft anders aus: Hinter dem „Autorenteam“ stecken in vielen Fällen KI-Agenten, die Content am Fließband ausspucken. Das ist nicht per se schlecht, KI ist ein super Werkzeug. Aber sie ist eben nur das: ein Werkzeug. Ob am Ende ein Lerninhalt entsteht, der wirklich in die Tiefe geht, hängt nicht von der KI ab, sondern davon, was vorne reingegeben wird. Wer keinen substanziellen Content und kein didaktisches Verständnis mitbringt, bekommt eine glatt formulierte Oberfläche ohne was dahinter. Oberflächlichkeit statt Nachhaltigkeit.
Dazu kommt: Auch das beste Konzept lebt von Begleitung. Ich bin eine Freundin von Blended Learning Konzepten, also der sinnvollen Verzahnung von Präsenz, Austauschrunden und eigenverantwortlichem Lernen auf Plattformen. Absolut. Aber ohne sinnvolle Transferunterstützung verpufft selbst das beste Konzept, das habe ich in der Praxis oft genug gesehen. Ein und dasselbe Blended Learning Konzept in der Finanzbranche, welches jeweils durch Führende begleitet wurde, hat in dem einen Fall zu großartigen Entwicklungen und nachweislich deutlichen Performance-Steigerungen im Vertrieb geführt und in einem anderen Fall, einem anderen Haus, war dies nicht der Fall. Es mangelte im zweiten Fall an konsequenter und verbindlicher Transferunterstützung, auch aufgrund dortiger systemischer Rahmenbedingungen.
Auch wenn heute ein KI-Coach einen großen Anteil dieser Begleitung übernehmen kann und sollte, darf dies nie unterschätzt werden. Auch nicht von uns Trainern. Das gilt für die Zeit vor der KI genauso wie heute im KI-Zeitalter.
Das Thema Begleitung wurde jedoch bei der überwiegenden Anzahl der Anbietenden, mit denen ich auf der LEARNTEC 2026 gesprochen habe, komplett außer Acht gelassen.
Das komplexe SaaS, ein Monster, das niemand braucht
Viele LMS-Anbieter haben über die Jahre eine komplexe SaaS-Software zusammen-gebaut, mit unzähligen Modulen, Reportings, Rollenkonzepten, Schnittstellen, Tools, dezidierten Dashboards. Beeindruckend auf der Folie. Im Alltag? Ein Monster, welches Du erst aufwendig anpassen und vor allem verschlanken musst, bevor es für Dein Team überhaupt nutzbar wird.
Du kaufst also nicht eine Lösung, Du kaufst ein Projekt. Mit Beratungstagen, Customizing, Schulungen für die Schulungsplattform. Und am Ende fragst Du Dich, ob Du eigentlich Lernen ermöglichen oder Software pflegen wolltest. Wenn Du an die Integration eines LMS denkst, solltest Du da zuvor genau hinschauen: Wie flexibel ist das System, passt es wirklich zu Deinen Bedürfnissen? Oft ist es, jetzt im KI-Zeitalter, tatsächlich ratsamer einen individuellen Eigenbau einer eigenen Lernplattform in Betracht zu ziehen.
DSGVO und das Märchen von der „schnellen Löschung“
Jetzt wird es richtig unangenehm. DSGVO-Konformität wurde auf jedem zweiten Banner versprochen. Logo unten rechts, kleines grünes Häkchen, alles fein. Die Realität dahinter ist häufig eine ganz andere, was nach nur zwei Fragen von mir sichtbar wurde.
Besonders deutlich wird das beim Einsatz von Video-Avataren, also KI-KundInnen oder KI-Mitarbeitenden, mit denen trainiert wird. Die richtig guten Avatare, also die, die sich tatsächlich menschlich anfühlen, sind selten DSGVO-konform verfügbar. Die Technologie dahinter sitzt überwiegend in den USA, Daten fließen, Gespräche werden verarbeitet und genau das ist in der EU eben nicht ohne Weiteres erlaubt.
Was machen viele Anbieter trotzdem? Sie bauen die Avatare dennoch ein und erzählen Dir am Stand mit treuem Augenaufschlag: „Kein Problem, Du kannst ja sofort nach der Übung das Gespräch löschen.“
Das ist keine DSGVO-Konformität. Das ist eine erschlichene Konformität, ein juristisches Feigenblatt, das hält, bis jemand genauer hinschaut. Das Prinzip des Datenschutz wurde hier entweder nicht verstanden oder bewusst umgangen. Und das mit einem Lächeln.
Mein Fazit zur LEARNTEC 2026
Bei aller Kritik: Es gibt sie, die Anbieter, die es richtig machen. Sowohl auf Seiten der LMS-Anbieter und individuellen Entwickler als auch auf Seiten der Avatar-Anbieter können wir dir Unternehmen empfehlen, denen Tiefe, Didaktik und DSGVO-Konformität am Herzen liegt. Zu den Avataren: einen einzigen habe ich auf der LEARNTEC gefunden, der das Problem in meinen Augen wirklich sauber gelöst hat, mit einem klugen technischen Ansatz und zugleich sehr echt wirkenden Avataren. Genau dieser Ansatz entscheidet zwischen „wir behaupten DSGVO“ und „wir leben DSGVO“. Mit diesem Anbieter werden wir kooperieren.
Wir leben in einer Zeit, in der KI als Allheilmittel verkauft wird. Schneller, billiger, mehr. Und ja, KI ist großartig, wenn sie richtig eingesetzt wird. Aber wenn wir sie nutzen, um Tiefe durch Oberfläche zu ersetzen, Didaktik durch Geschwindigkeit, Datenschutz durch „kannst Du ja löschen“, dann verlieren wir am Ende mehr, als wir gewinnen.
Qualität rulez. Tiefe rulez. DSGVO rulez. Denn ein Mensch, der wirklich wertschätzend verkaufen kann, weil er es in der Tiefe versteht, schlägt jede generische KI-Hochglanzsimulation. Jeden Tag. Und das ist unser Anspruch mit unserer KI: EQ Sales AI.
EQ Sales AI – mit echter Substanz
Wir haben unser Know-how aus 23 Jahren Emotionaler Intelligenz und Neurowissenschaft sowie 42 Jahren Vertriebspraxis auf unserer KI-Plattform EQ Sales AI abrufbar und trainierbar gemacht. Du kannst dort deine Vertriebsgespräche entlang des kompletten Sales-Circles vorbereiten, mit äußerst realistischen KI-KundInnen trainieren und Dir von Deinem KI-Coach Feedback zu echten Akquisecalls geben lassen, einzig über die Analyse Deines Sprechs. Die KundInnen sind nicht zu hören und werden nicht analysiert.
Dein Training ist DSGVO-konform und absolut schamfrei. Du bist mit der KI stets alleine, diskret auf Deinem User-Dashboard. Auch wir Entwickler haben keinen Einblick. Bewusst nicht.
Vier Dinge sind uns wichtig:
- Guter Content passend zu Deinem Bedarf. Kein KI-Brei. Inhalte von Menschen mit echter Vertriebs- und Trainingserfahrung, von KI lediglich unterstützt. Den Umfang bestimmst Du selbst.
- Praxis pur. Echte Gesprächssimulationen mit typischem Verhalten, echte Reibung, echte Lernmomente in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
- Tiefe und Didaktik. Wir bauen Pfade, die wirklich verändern – weil dahinter ein didaktisches Konzept steht statt oberflächlichem Verhaltensrepertoire.
- Individuelle Nutzbarkeit. Keine aufgeblähte SaaS. Sondern Trainings, die sich an Dich anpassen statt umgekehrt.
EQ Sales AI ist da. Fertig entwickelt, mit echter Tiefe und sauberer Didaktik. In Kürze ergänzen wir die Plattform um DSGVO-konforme Videoavatare, genau über die Architektur, die ich oben beschrieben habe. Eine Lösung, die Datenschutz nicht umgeht, sondern beherrscht.
Du wünschst Dir individuelle KI-Trainingssituationen für individuelle Use-Cases? Auch das ist mit unseren KI-KundInnen möglich. Neugierig? Sprich mich gerne direkt an:
📞 Tel. 0172-4317095
Ich freue mich auf Dich.
Herzliche Grüße,
Deine Irena